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Rossmont Pumpen

Rossmont Strömungspumpen
In diesem Bericht wird es um die neuen Strömungspumpen der Firma Rossmont aus Italien gehen. Wir haben ein Paar dieser kleinen Kraftpakete getestet, nämlich zwei M7200 in Kombination mit dem Controller, dem Rossmont Waver für ein 400 L (netto) Salzwasseraquarium. Es handelt sich hier um zwei M7200, und nicht um das ADV-Pack, welches jedoch günstiger ist. Viele wichtige Informationen und Details sind bereits in der Artikelbeschreibung lesbar, wir wollen versuchen dir einen Einblick in die tatsächliche Leistung, Verarbeitung etc. zu geben.

Technisches
Model: M7200
Leistung: max. 7200 l/h
Max. Energieverbrauch: 15 W
Kabellänge: 2 m
Aquariensysteme: Laut Rossmont für Becken von 400-1000 L im Professional oder dem Advanced System

paket

Auspacken & Anfassen
Bereits die Außenverpackung fühlt sich wirklich sehr hochwertig an. Der Karton ist fest und starr und das Innenleben ist in entsprechenden "Taschen" in weiterer (dünner) Pappe gelegt. Diese ist zwar eingerissen, sollte aber keine Auswirkungen auf die Qualität der Pumpen haben. Mit dabei ist auch direkt eine kleine Reinigungsbürste. Wir möchten die beiden M7200 mit dem Waver in einem 110x65x60 cm Aquarium testen und befestigen die Pumpen entsprechend auf den gegenüberliegenden Seiten.

Dazu müssen die Pumpen erst in die Kugelhalter der Magnetseiten fest gesteckt werden. Dafür ist ein bisschen Kraft nötig, dafür sitzt die Pumpe hinterher umso besser im Halter und lässt sich justieren. Durch festes Ziehen lässt sie sich entsprechend wieder aus dem Halter entfernen. An den beiden Magnetstücken befindet sich jeweils eine umlaufende Gummidichtung für einen sanfteren Halt an der Aquarienscheibe. Montiere die Pumpen so, dass die Kugel unten am Magnetstück sitzt, sodass das Stromkabel oben am Magneten vorbei geführt werden kann. Wie immer, aufgepasst bei Magnete, dass man sich nicht die Finger quetscht.

Du wirst sehen, dass die Pumpen nur über ein Stromkabel verfügen und keinerlei weitere Stecker für einen Controller aufweisen. Nun, das ist nur halb korrekt, denn die Pumpen werden mit dem Controller, dem Waver, direkt über das Stromkabel verbunden, sodass du für zwei Pumpen auch nur einen Stromanschluss benötigst. Dabei fliegt auch kein Netzteil in der Gegend rum, denn dieses ist integriert.

Mit im Paket ist auch eine Ondulierdüse, ein aufsteckbarer Zusatz, der es dir möglich macht, den Strömungswinkel einzugrenzen. So wird der Strömungsstrahl "härter." Dies ist wohl eher für größere Aquarien interessant, in welchen die Strömung zu einem späteren Zeitpunkt diffuser werden soll. Wir verwenden sie daher in unserem Aquarium erstmal nicht.

Der Waver befindet sich ebenfalls in einer hochwertigen Box und misst ca. 13x13 cm in der Fläche. Mit im Paket befinden sich neben der Anleitung außerdem noch zwei Haftstreifen, zur Befestigung an einer glatten Oberfläche. Positiv ist anzumerken, dass die Anleitung des Waver ebenfalls einen deutschen Teil mit einer Schnelleinrichtung beherbergt. Mit dem Waver (Master) lassen sich zwei Pumpen steuern, für mehr Pumpen musst du einen Waver Slave hinzufügen (pro Slave zwei weitere Pumpen).

stecker

Die Installation

In der beigelegten Anleitung kommen uns die üblichen Hinweise zur Elektronik und Magnete entgegen, die deutsche Variante findet sich, stand heute, auf Seite 18. Die Abbildungen befinden sich übrigens weiter vorne auf Seite 7, für alle Sprachen. Einmal zusammengesteckt, können wir die Pumpen einfach in unserem Aquarium positionieren. Die Magnete halten auf dem 12 mm Glas sehr gut und sitzen nicht zu locker. Dank des Kugelgelenks können wir die Pumpe problemlos in die gewünschte Richtung lenken und müssen dabei keine Angst haben, dass die Pumpe oder der äußere Halter vom Glas abrutscht, denn die Magnete und das Gelenk, sind stark genug.

Wir gehen nach der Anleitung des Wavers vor (steckt man die Pumpen ohne Waver an, laufen diese einfach monoton auf einer vorgegebenen Stärke). Kurz den Waver eingesteckt, booten lassen (ca. 10 Sekunden) und schon finden wir in unserer WiFi-Netzwerkliste den Controller mit dem Namen Rossmont10644xxxx (x steht hier für die weiteren Teile der Nummer). Wir verbinden uns mit diesem Netzwerk und können den Waver nun über die Adresse 192.168.9.75 aufrufen (einfach in einen Browser, wie z.B. Firefox, Internet Explorer oder Chrome) eingeben. Nach einer kurzen Wartezeit kann man sich mit den Daten aus der Anleitung einloggen. Du ahnst bestimmt schon, welche das sind. ;-) An diesem Punkt endet die Schnellanleitung. Wir können jetzt auch schon die Pumpen einstecken, die dafür vorgesehenen Stecker wirken hochwertig und halten die Stromstecker fest in sich, sodass dieses sich nicht von alleine lösen werden.

Mit einem Klick auf Configuration, unten rechts, kommst du zum Einstellungsmenü. Hier kannst du erstmal die Uhrzeit korrigieren, indem du oben auf General klickst und dann im auftauchenden Feld, links, die Uhrzeit eingibst. Anschließend unten auf Save klicken. Eine kurze Meldung bestätigt dir die Erfogreiche Änderung der Daten. Dort kannst du übrigens auch z.B. das Passwort ändern. Du bist nun wieder auf der Startseite des Wavers.

--- Nur für fortgeschrittene Nutzer ---

Als sehr gut empfinden wir, dass im Konfigurationsmenü die Möglichkeit gegeben wird, Netzwerkeinstellungen manuell anzupassen. Das ist vor allem für fortgeschrittene Nutzer in Bezug auf Netzwerke sinnvoll. So lässt sich hier z.B. die IP manuell einstellen oder ob das Gerät einen Access Point zum direkten Verbinden aussendet, oder man sich mit dem Gerät über das Heimnetzwerk verbinden möchte. Das Ganze funktioniert relativ einfach und richtet sich nur an fortgeschrittene Nutzer: Rufe Configurations auf. Folgende Änderungen erst alle (!) nachvollziehen, bevor du Save drückst. Gib unter Network Settings die neue IP-Adresse in deinem Heimnetz ein (wähle eine freie), klicke anschließend auf  WiFi Settings und ändere den WiFi Mode auf infrastructure. Anschließend musst du unter SSID, den exakten Namen deines W-LAN Netzwerks (WiFi) eingeben, den Verschlüsselungstyp wählen und das WiFi-Passwort eingeben. Erst dann (!) unten auf Save drücken. Das Gerät wird sich nun neustarten und sollte dann unter der angegebenen IP-Adresse erreichbar sein. Wir können unser Gerät so aufrufen, ohne uns direkt mit ihm verbinden zu müssen.
Bitte ändere hier nur Einstellungen, wenn du dich ausreichend auskennst.

Weiter geht´s für alle

Mit einem Klick auf "Add new Product" (oben rechts), kannst du nun deine Pumpen hinzufügen. Wähle anschließend einfach das Modell aus und gebe ihr eine Bezeichnung, z.B. pumpe-links. Wir machen das Ganze zwei mal, weil wir zwei M7200 Pumpen verwenden. Anschließend sind die beiden Pumpen über dem Graphen zu sehen, und welchem Kanal sie zugewiesen sind (CH1 = Kanal 1, CH2 = Kanal 2). Stecke die Pumpen entsprechend den Kanälen an die Stecker des Waver an und es kann losgehen, wenn nicht zuvor schon geschehen. Welches Kabel zu welchem Kanal gehört, siehst du auf dem Waver. Durch Anklicken der Pumpen kannst du die Steuerung einzeln akitiveren.

graph

Nun hast du unzählige Möglichkeiten, die Pumpe(n) für die Bedürfnisse deines Aquariums einzustellen. Rossmont stellt hierzu auch 6 Voreinstellungen zur Verfügung, die du aufrufen kannst, indem du unterhalb des Graphen, links auf Preset (blaue Box) klickst, dann Add new anwählst und schließlich dort die Einstellungen vornimmst.

Zu den Pre-Sets gehören die folgenden: Linear, Füttermode, Aus-An, Wellensimulation, Zufall und Sturm. Entsprechend dazu, kannst du wählen, welche Kanäle diese Einstellungen erhalten sollen (CH1 und CH2 bei uns), die Uhrzeiten, Intensitäten etc. Wir wählen einfach mal Linear aus (orange und wählen als Zeiten 08:00 - 12:00, damit die Pumpen permanent laufen, und stellen die Power auf 50% ein. Ferner aktivieren wir auch CH2, damit beide Pumpen diesen Modus erhalten. Rechts noch die Farbe auswählen, fals gewünscht, damit dieser Modus im Graphen erkannt wird und auf Save drücken.

Kurz darauf starten direkt beide Pumpen und laufen mit 50% von 8:00 bis 12:00 Uhr. So kannst du nun einfach die Pre-Sets einstellen, wie es dir gefällt und diese auch für beide Pumpen unterschiedlich anwenden. Das könnte den ein oder anderen am Anfang überfordern, weil die Möglichkeiten so groß sind. Am besten orientierst du dich vielleicht erstmal an dir bekannten Strömungsbildern, oder hältst dich an Empfehlungen von Fachleuten zu deinem Becken.

Die gesamte Gebrauchsanweisung, kann übrigens direkt vom Waver runtergeladen werden, indem du unter Configuration auf Help klickst. Hier findest du ab Seite 27 auch die deutsche Variante der Gebrauchsanweisung. Wir stellen diese am Ende des Berichts zur Verfügung, damit du auch alle weiteren Informationen erhältst.

Der Betrieb
Die Pumpen sind bei uns von Anfang an bei ca. 50% leise. Der Start war etwas, wie soll man sagen, grob, aber kurz darauf wurden beide Pumpen leise. Auf der Oberfläche der Steuerungsoberfläche, siehst du nun im Graphen in der ausgewählten Farbe die eingestellten Modi. Darunter sind nun die Einträge dazu vorhanden, sodass du die Modi einfach verändern kannst. Wir ändern z.B. mal eben die Intensität von 50% auf 75%, indem wir auf Edit klicken, die Intensität ändern und mit Save bestätigen. Wenige Sekunden danach, erhöht sich die Geschwindigkeit der Propeller in den Pumpen. Das war einfach.

Eine sinnvolle Funktion zeigt sich, mit einem Klick auf Manual Fish Food. Die Pumpen werden dann ihre Geschwindigkeit drosseln, sodass du in Ruhe füttern kannst, ohne, dass es zu turbulent ist. Mit einem weiteren Klick auf die rote Box beendest du diesen Modus wieder. Ansonsten ist dieser Modus 5 Minuten aktiv, anschließend wechseln die Pumpen wieder zum eingestellten Modus.

Ferner bietet der Waver auch einen Testmodus an. Hier spielt das Programm dein für den Tag eingestelltes komplettes Programm in 5 Minuten ab, sodass du alles kurz in Aktion sehen kannst.

rossmont-wellen

Ferner haben wir auch mal die Wellensimulation getestet. Weil wir sie zu gleichen Zeit sehen wollten, wie den linearen Modus, haben wir den linearen Modus von eben, wieder gelöscht (Presets -> Edit -> Delete). Einfach die Unter- und Obergrenze für die Intensität einstellen, die Dauer dieser Intensitäten, die zeitliche Verzögerung dazwischen, sowie die Uhrzeiten und schon kann es losgehen. Schön wäre noch ein "Selbstfindungsmodus" gewesen, aber mit ein bisschen rumprobieren, sollte man zügig akzeptable Ergebnisse für das eigene System finden. Eine Voreinstellung macht daher hier wenig Sinn. Die Pumpen waren hier etwas lauter (40% auf 80%). Fairerweise sollten die Pumpen erst ein paar Tage einlaufen, bevor man sich ein Bild über das Endergebnis in Bezug auf die Lautstärke machen kann. Lese weiter unten im Update, wie sich dies entwickelt hat.

Die Pumpen haben ohne den Aufsatz einen relativ breiten Auslass, wodurch sich aus unserer Sicht ein angenehm breiter Fluss ergibt, welcher mithilfe des Aufsatzes verengt werden kann, wie zuvor erwähnt. Wer es ganz individuell haben will, kann im Graphen natürlich auch die einzelnen Intensitäten zu den gegebenen Uhrzeiten einstellen und so seinen ganz persönlichen Verlauf kreieren. Dafür werden einfach die vier Symbole unten rechts unterm dem Graphen verwendet. So können Punkte hinzugefügt, entfernt, bearbeitet und gespeichert werden. Kraftmäßig machen die Pumpen einen guten und soliden Eindruck und durchströmen das Becken gut.

Eine coole Funktion beinhaltet übrigens die Sensortaste direkt auf dem Waver. In der Bedienungsanleitung siehst du die verschiedenen Bedeutungen von Tippen und Halten des Knopfs. Du kannst so z.B. schnell die Pumpen in einen Wartungsmodus bringen, den Füttermodus aktivieren oder auch die Einheit auf Werkseinstellungen zurücksetzen, ohne dich mit dem Waver verbinden zu müssen.

Fazit
Wir finden, dass die Pumpen in Kombination mit einem Waver Controller für den Preis eine sehr gute Leistung abliefern. Die Steuerung ist nach kurzer Eingewöhnung einfach und intuitiv, Rossmont hat sich die Mühe gemacht, die Anleitungen auch auf Deutsch anzubieten und die Pumpen durchströmen kraftvoll das Becken mit einem angenehmen, breiten Strahl (ohne Aufsatz). Die fest Kugelgelenkhalterung empfinden wir ebenfalls als sehr gelungen.

Wir wollen an dieser Stelle noch erwähnen, dass Rossmont 3 Jahre Garantie auf seine Strömungspumpen bietet, also 50% mehr als die gesetzliche Pflicht in Deutschland von 2 Jahren. Ferner wird der Kunde belohnt, wenn er direkt zwei Pumpen nimmt (ADV-Packs), was für die meisten Becken sinnvoll ist.

Leider sind die Pumpen derzeit noch nicht mit Aquariencomputern wie denen von GHL oder Neptune Systems aufgrund der Wechselstromnutzung steuerbar, dafür bietet Rossmont mit dem Waver jedoch einen Controller, der über so gut wie alle Funktionen verfügt, die wir uns gewünscht haben. Sinnvoll wäre auch noch eine Funktion zum Export des Profils, zur Sicherung oder zum Teilen mit anderen, aber vielleicht wird dies noch entwickelt und über ein Softwareupdate nachgereicht.

Download: Gebrauchsanweisung als PDF (Deutsch ab Seite 27)

 

UPDATE
Nachdem wir die beiden Pumpen nun ein paar Tage haben laufen lassen, sind wir überrascht, wie positiv sich die Geräuschentwicklung verändert hat. Die Pumpen sind nun deutlich leiser und haben sich bereits auf einem guten Level eingependelt. Wir sind gespannt, ob hier noch mehr drin ist.

Rossmont Strömungspumpen In diesem Bericht wird es um die neuen Strömungspumpen der Firma Rossmont aus Italien gehen. Wir haben ein Paar dieser kleinen Kraftpakete getestet, nämlich zwei M7200... mehr erfahren »
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Rossmont Pumpen

Rossmont Strömungspumpen
In diesem Bericht wird es um die neuen Strömungspumpen der Firma Rossmont aus Italien gehen. Wir haben ein Paar dieser kleinen Kraftpakete getestet, nämlich zwei M7200 in Kombination mit dem Controller, dem Rossmont Waver für ein 400 L (netto) Salzwasseraquarium. Es handelt sich hier um zwei M7200, und nicht um das ADV-Pack, welches jedoch günstiger ist. Viele wichtige Informationen und Details sind bereits in der Artikelbeschreibung lesbar, wir wollen versuchen dir einen Einblick in die tatsächliche Leistung, Verarbeitung etc. zu geben.

Technisches
Model: M7200
Leistung: max. 7200 l/h
Max. Energieverbrauch: 15 W
Kabellänge: 2 m
Aquariensysteme: Laut Rossmont für Becken von 400-1000 L im Professional oder dem Advanced System

paket

Auspacken & Anfassen
Bereits die Außenverpackung fühlt sich wirklich sehr hochwertig an. Der Karton ist fest und starr und das Innenleben ist in entsprechenden "Taschen" in weiterer (dünner) Pappe gelegt. Diese ist zwar eingerissen, sollte aber keine Auswirkungen auf die Qualität der Pumpen haben. Mit dabei ist auch direkt eine kleine Reinigungsbürste. Wir möchten die beiden M7200 mit dem Waver in einem 110x65x60 cm Aquarium testen und befestigen die Pumpen entsprechend auf den gegenüberliegenden Seiten.

Dazu müssen die Pumpen erst in die Kugelhalter der Magnetseiten fest gesteckt werden. Dafür ist ein bisschen Kraft nötig, dafür sitzt die Pumpe hinterher umso besser im Halter und lässt sich justieren. Durch festes Ziehen lässt sie sich entsprechend wieder aus dem Halter entfernen. An den beiden Magnetstücken befindet sich jeweils eine umlaufende Gummidichtung für einen sanfteren Halt an der Aquarienscheibe. Montiere die Pumpen so, dass die Kugel unten am Magnetstück sitzt, sodass das Stromkabel oben am Magneten vorbei geführt werden kann. Wie immer, aufgepasst bei Magnete, dass man sich nicht die Finger quetscht.

Du wirst sehen, dass die Pumpen nur über ein Stromkabel verfügen und keinerlei weitere Stecker für einen Controller aufweisen. Nun, das ist nur halb korrekt, denn die Pumpen werden mit dem Controller, dem Waver, direkt über das Stromkabel verbunden, sodass du für zwei Pumpen auch nur einen Stromanschluss benötigst. Dabei fliegt auch kein Netzteil in der Gegend rum, denn dieses ist integriert.

Mit im Paket ist auch eine Ondulierdüse, ein aufsteckbarer Zusatz, der es dir möglich macht, den Strömungswinkel einzugrenzen. So wird der Strömungsstrahl "härter." Dies ist wohl eher für größere Aquarien interessant, in welchen die Strömung zu einem späteren Zeitpunkt diffuser werden soll. Wir verwenden sie daher in unserem Aquarium erstmal nicht.

Der Waver befindet sich ebenfalls in einer hochwertigen Box und misst ca. 13x13 cm in der Fläche. Mit im Paket befinden sich neben der Anleitung außerdem noch zwei Haftstreifen, zur Befestigung an einer glatten Oberfläche. Positiv ist anzumerken, dass die Anleitung des Waver ebenfalls einen deutschen Teil mit einer Schnelleinrichtung beherbergt. Mit dem Waver (Master) lassen sich zwei Pumpen steuern, für mehr Pumpen musst du einen Waver Slave hinzufügen (pro Slave zwei weitere Pumpen).

stecker

Die Installation

In der beigelegten Anleitung kommen uns die üblichen Hinweise zur Elektronik und Magnete entgegen, die deutsche Variante findet sich, stand heute, auf Seite 18. Die Abbildungen befinden sich übrigens weiter vorne auf Seite 7, für alle Sprachen. Einmal zusammengesteckt, können wir die Pumpen einfach in unserem Aquarium positionieren. Die Magnete halten auf dem 12 mm Glas sehr gut und sitzen nicht zu locker. Dank des Kugelgelenks können wir die Pumpe problemlos in die gewünschte Richtung lenken und müssen dabei keine Angst haben, dass die Pumpe oder der äußere Halter vom Glas abrutscht, denn die Magnete und das Gelenk, sind stark genug.

Wir gehen nach der Anleitung des Wavers vor (steckt man die Pumpen ohne Waver an, laufen diese einfach monoton auf einer vorgegebenen Stärke). Kurz den Waver eingesteckt, booten lassen (ca. 10 Sekunden) und schon finden wir in unserer WiFi-Netzwerkliste den Controller mit dem Namen Rossmont10644xxxx (x steht hier für die weiteren Teile der Nummer). Wir verbinden uns mit diesem Netzwerk und können den Waver nun über die Adresse 192.168.9.75 aufrufen (einfach in einen Browser, wie z.B. Firefox, Internet Explorer oder Chrome) eingeben. Nach einer kurzen Wartezeit kann man sich mit den Daten aus der Anleitung einloggen. Du ahnst bestimmt schon, welche das sind. ;-) An diesem Punkt endet die Schnellanleitung. Wir können jetzt auch schon die Pumpen einstecken, die dafür vorgesehenen Stecker wirken hochwertig und halten die Stromstecker fest in sich, sodass dieses sich nicht von alleine lösen werden.

Mit einem Klick auf Configuration, unten rechts, kommst du zum Einstellungsmenü. Hier kannst du erstmal die Uhrzeit korrigieren, indem du oben auf General klickst und dann im auftauchenden Feld, links, die Uhrzeit eingibst. Anschließend unten auf Save klicken. Eine kurze Meldung bestätigt dir die Erfogreiche Änderung der Daten. Dort kannst du übrigens auch z.B. das Passwort ändern. Du bist nun wieder auf der Startseite des Wavers.

--- Nur für fortgeschrittene Nutzer ---

Als sehr gut empfinden wir, dass im Konfigurationsmenü die Möglichkeit gegeben wird, Netzwerkeinstellungen manuell anzupassen. Das ist vor allem für fortgeschrittene Nutzer in Bezug auf Netzwerke sinnvoll. So lässt sich hier z.B. die IP manuell einstellen oder ob das Gerät einen Access Point zum direkten Verbinden aussendet, oder man sich mit dem Gerät über das Heimnetzwerk verbinden möchte. Das Ganze funktioniert relativ einfach und richtet sich nur an fortgeschrittene Nutzer: Rufe Configurations auf. Folgende Änderungen erst alle (!) nachvollziehen, bevor du Save drückst. Gib unter Network Settings die neue IP-Adresse in deinem Heimnetz ein (wähle eine freie), klicke anschließend auf  WiFi Settings und ändere den WiFi Mode auf infrastructure. Anschließend musst du unter SSID, den exakten Namen deines W-LAN Netzwerks (WiFi) eingeben, den Verschlüsselungstyp wählen und das WiFi-Passwort eingeben. Erst dann (!) unten auf Save drücken. Das Gerät wird sich nun neustarten und sollte dann unter der angegebenen IP-Adresse erreichbar sein. Wir können unser Gerät so aufrufen, ohne uns direkt mit ihm verbinden zu müssen.
Bitte ändere hier nur Einstellungen, wenn du dich ausreichend auskennst.

Weiter geht´s für alle

Mit einem Klick auf "Add new Product" (oben rechts), kannst du nun deine Pumpen hinzufügen. Wähle anschließend einfach das Modell aus und gebe ihr eine Bezeichnung, z.B. pumpe-links. Wir machen das Ganze zwei mal, weil wir zwei M7200 Pumpen verwenden. Anschließend sind die beiden Pumpen über dem Graphen zu sehen, und welchem Kanal sie zugewiesen sind (CH1 = Kanal 1, CH2 = Kanal 2). Stecke die Pumpen entsprechend den Kanälen an die Stecker des Waver an und es kann losgehen, wenn nicht zuvor schon geschehen. Welches Kabel zu welchem Kanal gehört, siehst du auf dem Waver. Durch Anklicken der Pumpen kannst du die Steuerung einzeln akitiveren.

graph

Nun hast du unzählige Möglichkeiten, die Pumpe(n) für die Bedürfnisse deines Aquariums einzustellen. Rossmont stellt hierzu auch 6 Voreinstellungen zur Verfügung, die du aufrufen kannst, indem du unterhalb des Graphen, links auf Preset (blaue Box) klickst, dann Add new anwählst und schließlich dort die Einstellungen vornimmst.

Zu den Pre-Sets gehören die folgenden: Linear, Füttermode, Aus-An, Wellensimulation, Zufall und Sturm. Entsprechend dazu, kannst du wählen, welche Kanäle diese Einstellungen erhalten sollen (CH1 und CH2 bei uns), die Uhrzeiten, Intensitäten etc. Wir wählen einfach mal Linear aus (orange und wählen als Zeiten 08:00 - 12:00, damit die Pumpen permanent laufen, und stellen die Power auf 50% ein. Ferner aktivieren wir auch CH2, damit beide Pumpen diesen Modus erhalten. Rechts noch die Farbe auswählen, fals gewünscht, damit dieser Modus im Graphen erkannt wird und auf Save drücken.

Kurz darauf starten direkt beide Pumpen und laufen mit 50% von 8:00 bis 12:00 Uhr. So kannst du nun einfach die Pre-Sets einstellen, wie es dir gefällt und diese auch für beide Pumpen unterschiedlich anwenden. Das könnte den ein oder anderen am Anfang überfordern, weil die Möglichkeiten so groß sind. Am besten orientierst du dich vielleicht erstmal an dir bekannten Strömungsbildern, oder hältst dich an Empfehlungen von Fachleuten zu deinem Becken.

Die gesamte Gebrauchsanweisung, kann übrigens direkt vom Waver runtergeladen werden, indem du unter Configuration auf Help klickst. Hier findest du ab Seite 27 auch die deutsche Variante der Gebrauchsanweisung. Wir stellen diese am Ende des Berichts zur Verfügung, damit du auch alle weiteren Informationen erhältst.

Der Betrieb
Die Pumpen sind bei uns von Anfang an bei ca. 50% leise. Der Start war etwas, wie soll man sagen, grob, aber kurz darauf wurden beide Pumpen leise. Auf der Oberfläche der Steuerungsoberfläche, siehst du nun im Graphen in der ausgewählten Farbe die eingestellten Modi. Darunter sind nun die Einträge dazu vorhanden, sodass du die Modi einfach verändern kannst. Wir ändern z.B. mal eben die Intensität von 50% auf 75%, indem wir auf Edit klicken, die Intensität ändern und mit Save bestätigen. Wenige Sekunden danach, erhöht sich die Geschwindigkeit der Propeller in den Pumpen. Das war einfach.

Eine sinnvolle Funktion zeigt sich, mit einem Klick auf Manual Fish Food. Die Pumpen werden dann ihre Geschwindigkeit drosseln, sodass du in Ruhe füttern kannst, ohne, dass es zu turbulent ist. Mit einem weiteren Klick auf die rote Box beendest du diesen Modus wieder. Ansonsten ist dieser Modus 5 Minuten aktiv, anschließend wechseln die Pumpen wieder zum eingestellten Modus.

Ferner bietet der Waver auch einen Testmodus an. Hier spielt das Programm dein für den Tag eingestelltes komplettes Programm in 5 Minuten ab, sodass du alles kurz in Aktion sehen kannst.

rossmont-wellen

Ferner haben wir auch mal die Wellensimulation getestet. Weil wir sie zu gleichen Zeit sehen wollten, wie den linearen Modus, haben wir den linearen Modus von eben, wieder gelöscht (Presets -> Edit -> Delete). Einfach die Unter- und Obergrenze für die Intensität einstellen, die Dauer dieser Intensitäten, die zeitliche Verzögerung dazwischen, sowie die Uhrzeiten und schon kann es losgehen. Schön wäre noch ein "Selbstfindungsmodus" gewesen, aber mit ein bisschen rumprobieren, sollte man zügig akzeptable Ergebnisse für das eigene System finden. Eine Voreinstellung macht daher hier wenig Sinn. Die Pumpen waren hier etwas lauter (40% auf 80%). Fairerweise sollten die Pumpen erst ein paar Tage einlaufen, bevor man sich ein Bild über das Endergebnis in Bezug auf die Lautstärke machen kann. Lese weiter unten im Update, wie sich dies entwickelt hat.

Die Pumpen haben ohne den Aufsatz einen relativ breiten Auslass, wodurch sich aus unserer Sicht ein angenehm breiter Fluss ergibt, welcher mithilfe des Aufsatzes verengt werden kann, wie zuvor erwähnt. Wer es ganz individuell haben will, kann im Graphen natürlich auch die einzelnen Intensitäten zu den gegebenen Uhrzeiten einstellen und so seinen ganz persönlichen Verlauf kreieren. Dafür werden einfach die vier Symbole unten rechts unterm dem Graphen verwendet. So können Punkte hinzugefügt, entfernt, bearbeitet und gespeichert werden. Kraftmäßig machen die Pumpen einen guten und soliden Eindruck und durchströmen das Becken gut.

Eine coole Funktion beinhaltet übrigens die Sensortaste direkt auf dem Waver. In der Bedienungsanleitung siehst du die verschiedenen Bedeutungen von Tippen und Halten des Knopfs. Du kannst so z.B. schnell die Pumpen in einen Wartungsmodus bringen, den Füttermodus aktivieren oder auch die Einheit auf Werkseinstellungen zurücksetzen, ohne dich mit dem Waver verbinden zu müssen.

Fazit
Wir finden, dass die Pumpen in Kombination mit einem Waver Controller für den Preis eine sehr gute Leistung abliefern. Die Steuerung ist nach kurzer Eingewöhnung einfach und intuitiv, Rossmont hat sich die Mühe gemacht, die Anleitungen auch auf Deutsch anzubieten und die Pumpen durchströmen kraftvoll das Becken mit einem angenehmen, breiten Strahl (ohne Aufsatz). Die fest Kugelgelenkhalterung empfinden wir ebenfalls als sehr gelungen.

Wir wollen an dieser Stelle noch erwähnen, dass Rossmont 3 Jahre Garantie auf seine Strömungspumpen bietet, also 50% mehr als die gesetzliche Pflicht in Deutschland von 2 Jahren. Ferner wird der Kunde belohnt, wenn er direkt zwei Pumpen nimmt (ADV-Packs), was für die meisten Becken sinnvoll ist.

Leider sind die Pumpen derzeit noch nicht mit Aquariencomputern wie denen von GHL oder Neptune Systems aufgrund der Wechselstromnutzung steuerbar, dafür bietet Rossmont mit dem Waver jedoch einen Controller, der über so gut wie alle Funktionen verfügt, die wir uns gewünscht haben. Sinnvoll wäre auch noch eine Funktion zum Export des Profils, zur Sicherung oder zum Teilen mit anderen, aber vielleicht wird dies noch entwickelt und über ein Softwareupdate nachgereicht.

Download: Gebrauchsanweisung als PDF (Deutsch ab Seite 27)

 

UPDATE
Nachdem wir die beiden Pumpen nun ein paar Tage haben laufen lassen, sind wir überrascht, wie positiv sich die Geräuschentwicklung verändert hat. Die Pumpen sind nun deutlich leiser und haben sich bereits auf einem guten Level eingependelt. Wir sind gespannt, ob hier noch mehr drin ist.

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